
Jetzt gibt’s wirklich nichts mehr zu diskutieren, zu rechnen oder zu bangen: Die vierte Mannschaft des SVE Börninghausen ist Meister. Punkt. Aus.
Und das Ganze nicht irgendwie, sondern stilecht am vorletzten Spieltag – mit einem 8:3 Sieg gegen Hüllhorst. Danach war klar: Das Ding ist durch. Mit einer starken Bilanz und ordentlich Vorsprung pflügte das Team durch die 4. Bezirksklasse, als hätte jemand das Skript vorher veröffentlicht. Ganz oben: Börninghausen IV. Und zwar völlig verdient.
Die Belohnung? Nun ja: Für jeden Spieler angeblich rund 100.000 Euro Siegprämie – mindestens. Offiziell bestätigt ist das natürlich nicht, aber die Stimmung nach dem Spiel ließ darauf schließen, dass es sich gelohnt haben muss. Gefeiert wurde jedenfalls standesgemäß: Erst Meeresfrüchte im Hotel-Restaurant Lindenhof, danach ging’s weiter ins Eggetaler Bierstübchen. Dort warteten – man glaubt es kaum – „hunderte Fans“, die das Team frenetisch empfingen. Börninghausen, wie es leibt und lebt.
Mittendrin: Mannschaftsführer und Cheftrainer Jürgen Stiebel, der in seiner Ansprache vor allem den Teamgeist hervorhob – und sich bei allen bedankte, die im Laufe der Saison eingesprungen sind. Denn genau das war der Schlüssel zum Erfolg: konstante Qualität.
Diese Mannschaft funktioniert nämlich nicht über einen Superstar, sondern über ein funktionierendes Kollektiv. Stammkräfte wie Christian Roesch, Jürgen Stiebel, Michael Lusmöller, Torsten Weber und Noah Brümmelhorst lieferten konstant ab. Dazu kam mit Rainer Roesch eine erfahrene Stütze, die genau dann punktete, wenn es brenzlig wurde. Und auch die „Aushilfen“ Katharina Kötter-Lange, Marco Fischer, Norbert Sand und Heinrich Hageböke trugen ihren Teil zur Meistermission bei. Ebenso wie Teammanager und Maskottchen Tim Solinger.
Das Erfolgsgeheimnis lässt sich also einfach zusammenfassen: Egal, wer an die Platte ging – irgendwer hat immer gewonnen. Für die Gegner wurde es damit regelmäßig unerquicklich. Oder anders gesagt: Gegen Börninghausen IV spielte man selten freiwillig.
Mit 30:4 Punkten und gerade einmal einer Niederlage thront das Team völlig zurecht an der Spitze. In den vergangenen Jahren war man schon nah dran – diesmal hat’s endlich geklappt.
Und wie geht’s weiter? Offenbar groß. Denn rund um einen möglichen Aufstieg laufen bereits „Vertragsverhandlungen“. Gleichzeitig denkt der Verein – angesichts des erwarteten Zuschaueransturms – über eine Hallenerweiterung inklusive Tribüne für 500 Fans nach. Man will ja vorbereitet sein.
Man merkt: In Börninghausen wird gerade nicht tiefgestapelt. Wer persönlich seine Glückwünsche überbringen möchte, kann das ab Mai machen. Den April verbringt das Team auf Meisterfahrt in Las Vegas und hat dafür die Suiten des Palms Casino Resort gebucht.
